Als der Himmel ins Meer fiel

»Raum schaffen, wo keiner ist.«

Nach zahlreichen fotografischen Arbeiten, widme ich mich seit geraumer Zeit installativen Projekten und der Wirkung von Licht. Mich fasziniert der Wandel gewohnter Eindrücke in der künstlerischen Bearbeitung. Im Mittelpunkt steht dieses Mal das Wasser, seine ästhetische und luminiszente Qualität und Funktion als Erinnerungs- und Assoziationsort. Durch das Meer sind viele gewandert. Im Meer enden und beginnen in der gegenwärtigen Geschichte Europas viele Schicksale. Die materielle Grundlage der neuen Werkreihe sind eine Reihe von Leuchtkästen, die einst als Anzeige für Speisekarten benutzt wurden, um Worte und Bedeutungen hervorzuheben. In meiner Installation bemale ich sie mit einer außergewöhnlichen Farbe aus dem medizinischen Bereich. Die Spezialfarbe wird für gewöhnlich zur Markierung von Gewebe innerhalb bildgebender Verfahren verwendet und lässt dort Kontouren und Strukturen deutlich werden. In meiner Installation dient sie der Herstellung einer einzigartigen und faszinierend mehrschichtigen Struktur, die von starkem Licht angestrahlt, den Raumeindruck entgrenzt.